8 November 2010 - 20:30

Die Spitzenpolitiker der irakischen Parteien haben sich bei ihrem Krisentreffen in der Stadt Erbil nicht auf die Bildung einer Regierungskoalition geeinigt.

  Zwar sprachen Vertreter der schiitischen Parteien und der Kurdenparteien am Dienstag von «verschiedenen möglichen Szenarien» für die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Wann die in Erbil am Montag begonnenen Gespräche in Bagdad fortgesetzt werden, ist noch unklar. Die Iraker hatten vor acht Monaten ein neues Parlament gewählt. Seither streiten die Parteien über die Regierungsbildung. Sollte es weiterhin keine Einigung über die Verteilung von Ämtern und Ministerien geben, wollen die Al-Irakija-Abgeordneten der für diesen Donnerstag anberaumten Sitzung des Parlaments fernbleiben. In dieser Sitzung müsste laut Tagesordnung der Parlamentspräsident gewählt werden.